Screenshots in der Technischen Dokumentation

Übersicht

Hier erfahren Sie alles über den Einsatz von Screenshots in der Technischen Dokumentation:


Anwendungsfälle

Bei einem Screenshot, zu deutsch etwa „Bildschirmfoto“, handelt es sich um einen Schnappschuss des Bildschirminhalts. Besonders häufig werden Screenshots in Software-Dokumentationen verwendet. Das liegt in der Natur der Sache, bilden sie doch den Zustand der Benutzeroberfläche 1:1 ab. Sie sind damit erste Wahl zur Illustration von Handlungsschritten in Software-Dokumentationen.

Folgende Gründe sprechen für den Einsatz von Screenshots:

  • Screenshots schaffen Orientierung auf der Bildschirmseite und beschleunigen so die Umsetzung von Handlungsanweisungen.
  • Screenshots verleihen dem Leser Sicherheit, dass er sich noch auf dem richtigen Weg befindet.
  • Screenshots vermitteln – indirekt – einen Eindruck von Aufbau und Funktionsweise der Software.

 

 

Aufwand und Effektivität

Ein Vorzug der Visualisierung mithilfe von Screenshots ist der geringe Aufwand. Meist per Knopfdruck erzeugt, erfordern Screenshots in der Regel keine aufwendige Retusche. Manchmal kann eine Vermaßung nötig sein. Mehr ins Gewicht fällt die Vorbereitung des Screens, um einen bestimmten Zustand der Benutzeroberfläche zu simulieren (zum Beispiel Anwählen eines bestimmten Fensters, Eingabe eines Beispielwerts, Anwählen einer Check-Box).

Aufwand fällt weiterhin dort an, wo Auszeichnungselemente ergänzt werden sollen, etwa:

 

  • Positionsziffern mit Bezugslinien
  • Pfeile
  • Klammern
  • Kreise/Ellipsen
  • Umrandungen

 

Königsdisziplin zum Herausarbeiten wichtiger Details ist die Lupe. Die Lupe lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Detail, das vergrößert dargeboten wird. Gleichzeitig bleibt der Kontext erhalten, was dem Leser die Orientierung erleichtert.

 

 

Kosten bei Lokalisierung

Nicht vergessen werden sollte, dass mit der Übersetzung der Software-Dokumentation häufig auch zielsprachenspezifische Screenshots erforderlich sind: Der Screenshot muss nicht nur in der Quellsprache, sondern auch in der Zielsprache erzeugt werden. Dies ist nötig, damit der Text-Bild-Bezug erhalten bleibt – zum Beispiel in Handlungsanweisungen.Erstellen, Bearbeiten und Austauschen der Abbildungen in der Zielsprache erfordern Zeit. So können Screenshots zu einem kostenintensiven Posten in der Gesamtkalkulation werden. Außerdem gilt zu bedenken, dass der Screenshot in der Zielsprache erst dann angefertigt werden kann, wenn die Software fertig lokalisiert worden ist – wie die Praxis zeigt, kommt es hier nicht selten zu leidvollen Verzögerungen.

 

Tools

Sollen zahlreiche Screenshots in einem Schwung angefertigt werden, lohnt sich der Einsatz von Screenshot-Dienstprogrammen („Screen Capture Tools“). Diese erleichtern das Erstellen und Bearbeiten von Screenshots. Häufig ist es damit auch möglich, bestimmte Teilbereiche des Bildschirms einzufangen, Auszeichnungselemente zu ergänzen oder Videoaufnahmen des Bildschirms zu drehen.

Scheut man den Aufwand der Installation eines derartigen Tools, dann genügen in der Regel auch herkömmliche Pixelgrafikprogramme. Auch diese bieten Funktionalitäten zum Erstellen von Screenshots.

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